der erste Monat ist zu Ende

In den letzten beiden Wochen seid meinem letzten Bericht ist hier in Bolivien schon wieder viel passiert. Die Nationalmannschaft hat mal wieder neben meinem Projekt trainert, was mittlerweile zum Alltag geworden ist. Nur konnte ich dann am letzten Donnerstag die Nationalmannschaft sogar mal während eines Spieles gegen Uruguay angucken, was aber leider 2:0 verloren wurde. Zum Spiel ging ich mit Alvaro, meinem Gastbruder. Zum Spiel, man merkte sehr gut, wie sich die Nationalmannschaft Uruguays auf die Höhe eingestellt hatte und viel weniger, bzw. ökonomischer lief als die Bolivianer. Außerdem fing der Torwart der Uruguayer Muslera direkt an, Zeitspiel zu machen, damit seine Mitspieler mehr Zeit haben um sich auszuruhen. Desweiteren war aber auch der Schiedsrichter ziemlich schlecht und hat auch seinen Teil zur Niederlage beigetragen und wurde deswegen nach dem Spiel und  teilweise während des Spiels als Hijo de Puta bezeichnet.

Zurück zum Zeitspiel, Pausen sind hier auf über 3000m bitter nötig, wenn man Sport macht, deswegen war es sehr klug von Muslera sich Zeit zu lassen, auch wenn das natürlich ihm keine Sympathien gebracht hat.

Ich würde meine Ausdauer als sehr gut bezeichnen, doch hier komm ich mir beim Fussball spielen oder vorallem beim Sprinten manchmal vor wie der größte Raucher. Sport auf 3200-3800 ist halt nochmal was total anderes als in Deutschland. Aber ich hoffe, dass dann bald nach mehr Trainingseinheiten meine Ausdauer auch hier gut wird. 

Ein weiteres Highlight der letzten beiden Wochen war dann die „Road to Ultra“ in Santa Cruz letztes Wochenende. Road to Ultra ist ein Musikfestival, dass durch die ganze Welt tourt und auf dem hauptsächlich DJ’s, wie z.B. Afrojack, Paul van Dyk, Fedde LeGrand etc auftreten. Es war auf jeden Fall sehr geil und war eine Reise wert. Hin nach Santa Cruz ging es wiedermals mit dem Bus, Fahrt: 18 Stunden, zurück ging es schneller, denn dieses Mal hatte ich mir einen Flug gebucht, Dauer: 1 Std.

Sonntags hatte ich dann noch Zeit mir ein bisschen Santa Cruz anzugucken. Erster Eindruck, total anders gegenüber La Paz, allein das Santa Cruz eben ist und man nicht wie in La Paz dauert rauf und runterlaufen muss, macht schonmal einen Riesenunterschied aus. Desweiteren ist Santa Cruz auch viel kolonialistischer geprägt und es auch viel wärmer in Santa Cruz, da die Stadt nicht auf über 3000m liegt wie La Paz und somit Temperaturen über 30Grad Alltag dort sind. Wie gesagt ging es dann Sonntag Abends mit dem Flieger zurück nach La Paz, am Flughafen in SC musste ich dann auch mal wieder ein Bild mit ein paar Mädels machen. Blonde Menschen sind hier einfach eine Besonderheit, aber muss man deswegen ein Bild mit so jemanden machen? Wir laufen ja auch nicht in Deutschland rum und machen Bilder mit Menschen, die anders aussehen als die Mehrheit der Bevölkerung, zu Mal ich ja nichtmal ein Promi bin, sondern einfach nur BLOND. Aber naja, andere Länder, andere Sitten.

Zu kleine Nachträge, bei den letzten Bildern war ja ein Labrador Welpe dabei, das ist Toby und er lebt momentan bei uns, ist aber eigentlich ein Geschenk für das Kind von meinem Gastbruder Alberto. Toby ist genau so wie Marley aus dem Film Marley & Ich, er muss einfach alles anknabbern und er brauch viel Aufmerksamkeit, aber man kann es ihm nur schwer verübeln, er sieht einfach zu süß aus. Ich freu mich jetzt schon auf die kleine Deutschdrahthaar-Welpin, die wir uns holen werden, wenn ich wieder in Deutschland bin. Ein weiterer Nachtrag zu einem Bild, dass dieses Mal dabei ist, aber eigentlich schon in einer der ersten Wochen geschossen wurde. Das Bild mit Steven, dem Asiaten aus Australien, der uns einfach auf der Straße ansprach, wissen wollte, woher wir kommen und dann ein Bild mit uns machen wollte. Komischer Typ, aber war auf jeden Fall eine lustige Begegnung.

Ansonsten kann ich noch sagen, dass ich hier momentan in La Paz super Wetter hab, keine Wolken am Himmel, strahlender Sonnenschein und Gradzahl kratzt an den 20 und übersteigt sie bald, aber es fühlt sich viel mehr an. Auf über 3000m knallt die Sonne halt auch übertrieben, deswegen werd ich auch so langsam braun.

Desweiteren bin ich seit Freitag einen Monat in Bolivien und ich muss sagen, die Zeit vergeht einfach so schnell. Man macht hier einfach so viel und immer passiert iwas und es wird nie langweilig. Schupsdiwup und ich bin wieder da. Aber wie bereits gesagt vorher will ich noch viel sehen. Ich bin jetzt schon mit ein paar Anderen am Planen am Ende des Monats zum Salar de Uyuni zu fahren und die Woche darauf fahren wir dann mit dem Fahrrad die Todesstraße runter. Desweiteren gehts vlt. über Silvester nach Santiago de Chile und Valparaiso.

Es gibt hier einfach so viel zu sehen. Allein der Ausblick von El Alto runter nach La Paz bei Nacht ist eine Reise wert und ist einfach atemberaubend, Lichtermeer kann man das schon garnicht mehr nennen, es ist eher ein Lichterozean.

La Paz, te quiero..


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