Un Dia Dulce Por Un Niño de Kaya

Letztes Wochenende veranstaltete mein Projekt den Eistag: „Un dia dulce por un niño de Kaya“ (ein süßer Tag für ein Kaya Kind).

Es wurde Eis verkauft mit verschiedensten Toppings, Waffeln, Crepes und Brownie. Man konnte die verschiedensten Spiele spielen, mitunter ein Spiel, wo man tippen musste in welche Box ein Hase läuft. Am Ende des Tages kamen dann auch die Jungs aus den Kaya Heimen und durften sich auch ein Eis zusammenstellen, bei einem Eis blieb es aber natürlich nicht, nachdem die Jungs da waren, war fast alles leer :D. Das Motto hieß ja schließlich ein süßer Tag für ein Kaya Kind, auf jeden Fall waren die Jungs total glücklich und haben sich sehr über das Eis gefreut, schlußendlich ein sehr schöner Tag, der einem zum Nachdenken gebracht hat und auf jeden Fall eine Wiederholung erfordert und diese ist dann hoffentlich nicht erst in einem Jahr sondern schon früher, damit ich den Eistag nochmal miterleben darf.

Vorletztes Wochenende war ich mit 2 Mitfreiwilligen Sonntags wandern. Es ging für uns 3 ins Valle de las Animas und bis auf über 4200 Meter, dabei hatte man einen unglaublich schönen Ausblick über die Landschaft und La Paz. Die Wanderung an sich war aber nicht so leicht, denn wie bereits im letzten Bericht erwähnt, ist die Höhe nicht ganz ohne. Aber es wird immer besser mit meiner Kondition, da ich mittlerweile Montags und Freitags immer Futsal spiele, jedoch wird sich das demnächst ändern, da ich hier mit Capoeira anfangen möchte und sich die Trainingszeiten schneiden, daher bin ich momentan auf der Suche nach einer Möglichkeit 2x die Woche Fussball zu spielen.


In diesem Bericht wollte ich auch mal die Möglichkeit nutzen um über die Transportmöglichkeiten und den Verkehr in La Paz zu reden. Hauptsächlich nutze ich hier die Minibusse, das sind kompakte meist asiatische Busse, in die 15 Personen reinpassen. Dabei ist das Platzangebot vor allem für größere Menschen nicht gerade befriedigend, denn meine Beine sind zu lang und mein Kopf stößt des öfteren gegen die Decke oder endet an der Decke :D. Um zu erkennen, welchen Bus man nehmen kann, hängen in der Windschutzscheibe Schilder mit Orten, an denen der Bus vorbeifahren wird und mittlerweile kenne ich die meisten Orte und weiß welchen Bus ich nehmen muss. Aber auch wenn man mal den falschen Bus nimmt, ist das nicht so schlimm, denn die Preise sind wirklich sehr günstig, denn eine Fahrt kostet je nach Länge zwischen 20-30 Cent. Eine bisschen teure, aber meistens schnellere Alternative sind dann noch die Truffis, das sind normale Limousinen, oder manchmal Minivans, in die teilweise bis zu 8 Leute passen (3 Leute in der ersten Reihe, wird kuschelig). Eine Fahrt kostet je nach Länge 25-40 Cent. Eine weitere Alternative sind die Telefericos, die Seilbahnen wie man sie aus dem Skiurlaub kennt, eine Fahrt damit kostet ungefähr 35 Cent und es werden immer mehr Linien gebaut und somit ein sehr gutes Liniennetz geschaffen. Des Weiteren gibt es noch natürlich Taxis, welche im Vergleich zu den deutschen Preisen extrem billig sind, jedoch dann im Vergleich zu den Buspreisen teuer sind, jedoch gibt es manchmal keine andere Wahl als ein Taxi zu nehmen, da zu bestimmten Uhrzeiten manchmal keine Busse zu bestimmten Orten fahren und man daher auf die Taxis angewiesen ist. Für eine Fahrt in Deutschland die 15€ kostet, bezahlt man hier um die 2-3€. Der Preis wird auch vor der Fahrt verhandelt und daher kann man auch immer erstmal ein paar Taxifahrer fragen und sich dann einen Billigen auswählen.

Außerdem wäre noch zu sagen, dass hier der Verkehr sehr verrückt ist und eigentlich ohne Regeln auskommt und viel wird auch mit der Hupe geregelt. Die Hupe spielt nämlich eine große Rolle hier und wird nicht nur benutzt um andere Verkehrsteilnehmer darauf aufmerksam zu machen, dass es gleich einen Unfall oder ähnliches geben könnte. Sondern die Busfahrer hupen auch dauernd in einer Tour Leute auf der Straße an, um auf sich aufmerksam zu machen: Hey, guck mal, ich fahr mit meinem Bus dahin, musst du da auch hin. Und es wird einfach in einer Tour wirklich gehupt und dann wird sie auch benutzt, wenn der Verkehr zum Stehen kommt, um dem Vordermann zu signalisieren, dass er weiterfahren soll, nur dass der Vordermann, das nicht kann und seinen Vordermann anhupt. Ein Riesenhupkonzert manchmal, das ist Bolivien. 

Nächstes Wochenende geht es dann für mich mit Lena, einer Mitfreiwilligen aus La Paz und Joshua, Jelka, Mira und Nathalie aus Sucre zum Salar de Uyuni, dem größten Salzsee/wüste der Welt. Ich freu mich schon darauf, es wird sicherlich ein sehr schönes Wochenende, vor allem schön mal wieder ein paar andere Freiwillige aus den anderen Städten Boliviens zu treffen und sich mit ihnen austauschen zu können.


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Kommentare: 1
  • #1

    Mama (Sonntag, 25 Oktober 2015 11:37)

    Du hast ein Leben:), ich freue mich.