Ferien

Seit Anfang Dezember haben die Kinder in Bolivien Ferien und von daher gab es in den letzten Wochen ein Ferienprogramm für die Kaya Kinder. Es ging ins Schwimmbad, in den Park und auf den Fussballplatz, es wurden Plätzchen gebacken, das Kaya Gelände aufgeräumt, gebastelt und vieles mehr. Des Weiteren gab es schon 2 Weihnachtsfeiern, einmal haben die Freunde von Mischa, einer Mitarbeiterin, im Park für die Kinder gegrillt, einen Zauberer bestellt und ihnen Weihnachtsgeschenke gegeben. Das war ein wunderschöner Tag, an dem alle nur am Lachen und Strahlen waren, es ist einfach sehr schön die Kinder so glücklich zu sehen. Dann gab es nochmal eine Weihnachtsfeier, bei der eine bolivianische Bank die Kinder beschenkt hat, auch dieser Tag war sehr schön. 

Dieses Mal wollte ich auch endlich mal etwas mehr über mein Projekt schreiben. Ich kann jetzt schon sagen, dass ich mir kaum ein besseres Projekt vorstellen könnte, es macht einfach so viel Spaß mit den Kindern und ich habe sie jetzt schon so in mein Herz geschlossen, dass ich weiß, dass viele Tränen fließen werden, wenn ich abreisen werde..

Ich werde die Kinder so vermissen, und es ist jetzt schon sicher, dass ich nochmal in ein paar Jahren zurückkehren werde um die Entwicklung der Kleinen zu sehen. 

Nun etwas zu meinem Projektalltag. Um 8:30 komm ich morgens im Projekt an und treffe meistens auf verschlossene Türen, Carlita & Ximena. Die beiden kommen dann erstmal angerannt und wollen von mir hoch auf meine Schultern gehoben werden. Egal, wie schlecht gelaunt man morgens ist, die beiden ändern das sofort. Dann trudeln so langsam auch die anderen Mitarbeiter und Kinder ein, es wird ein Stuhlkreis mit den Mitarbeitern gebildet, aus der Bibel gelesen, gebetet und der Tag besprochen. Mein Projekt wird von der amerikanisch-christlichen Kirche unterstützt und das merkt man sehr, denn der Glaube spielt eine große Rolle in meinem Projekt und soll den Kindern einen Ausweg geben, jedoch finde ich, dass teilweise der zu stark gepredigte Glaube ein Hindernis ist, wodurch die Mitarbeiter einige der Probleme der Kinder nicht sehen oder richtig lösen, da sie zu sehr auf Gotteshilfe etc. hoffen. Das ist das einzige, was mich an meinem Projekt stört, aber solang sie mich nicht bekehren wollen, ist es in Ordnung. 

Nun zurück zum Projektalltag während der Schulzeit: es gibt zwei Räume im Projekt, in dem einen sind die Mädchen mit den kleinen Jungs und in dem anderen die größeren Jungs, und dann gibt es jeweils eine Vormittagsgruppe mit Kindern, die Nachmittags in die Schule gehen und eine Nachmittagsgruppe, die Vormittags in der Schule ist. Ich und die anderen Freiwilligen kümmern uns dann abwechselnd um die verschiedenen Gruppen, helfen bei den Hausaufgaben, spielen mit den Kindern, helfen bei der Essensausgabe, etc. Ich darf seit ein paar Wochen jetzt auch den Kaya Mini Bus fahren und somit die Jungs zum Fussball fahren, von der Schule abholen und nachmittags die Kinder nachhause fahren. Das macht mir natürlich total viel Spaß und gibt meinem Gasfuß eine Beschäftigung..

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0